n3m3s1s: Ein Coach muss erkennen wie man die Spieler richtig einsetzt Logo

n3m3s1s: Ein Coach muss erkennen wie man die Spieler richtig einsetzt

Moin Robert, vielen Dank, dass Du dir die Zeit für dieses kleine Interview genommen hast. Stell dich unseren Lesern bitte zunächst einmal kurz vor:

Hi, also wo fang ich an? Ich bin Österreicher, heiße Robert, bin 36 Jahre jung und mache demnächst in meinem Alter eine Ausbildung.

 

Danke für deine kurze Vorstellung. Wie kam es dazu, dass Du in einem solch jungen Alter eine Ausbildung beginnst, was hast Du vorher gemacht?

Das kommt daher, dass ich einen Bandscheibenvorfall hab und ich mich jetzt um orientieren möchte. Ich hab so viel gemacht und es ist alles ein bisschen schwierig gewesen.

Das Leben ist halt wie in der RTL-Serie, es gibt “Gute Zeiten und schlechte Zeiten”. Ich bin ja noch jung, es ist alles noch möglich.

 

Was für eine Ausbildung beginnst du denn demnächst?

Das ist selbst mir noch eine offen Frage. Wenn ich es mir aussuchen könnte, dann technischer Zeichner, aber es wird wahrscheinlich nur Einzelkaufmann.

 

In deiner Funktion als Coach hast Du bereits einige Teams betreut, was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Attribute, die ein guter Coach mitbringen muss?

Ich denk das Wichtigste, was ein Coach haben muss ist gute Nerven. Aber grundsätzlich ist das Wichtigste, was ein Coach haben muss, Erfahrung und Spielverständnis. Dass man erkennen kann, was Fehler sind und was kein Fehler war. Meiner Meinung nach gehört aber auch dazu, erkennen zu können, was die Stärken und Schwächen der Spieler sind und wie man Sie richtig einsetzt.

 

Wie beginnst du dein Coaching bei einem neuen Team? Auf welchen Dinge achtest Du zuerst?

Als erstes arbeite ich immer gern Statistiken aus, die ich dann auswerte und man dann besser sehen kann was gut funktioniert und was man ändern müsste. Währenddessen die Teammitglieder kennenlernen und gute Team-Chemie aufbauen. Beim Kennenlernen achte ich auch sehr darauf, welchen Spielstil die jeweiligen Spieler haben und wo die Schwächen und Stärken sind und wie man die am Besten im Team und Taktiken einsetzen kann.

 

Du hast bereits mehrere Teams in der DACH-Region betreut, worin unterscheiden sich die Spieler aus den einzelnen drei Nationen?

In Großen und Ganzen kann man sagen in der Mentalität. Es ist halt so wie im Reallife, die Österreicher sind halt immer viel Leiwander drauf und nicht so schnell toxic.

Aber man kann mit jedem und allem arbeiten, wenn man ein gutes Gespür und Empathie für die Spieler hat.

 

Wie sehr unterscheiden sich Spieler die bereits vor fünf Jahren erfolgreich waren, von Spielern, die jetzt ihren Erfolg ernten?

Ich finde früher sind die Spieler viel mehr am Boden geblieben. Das liegt auch daran, dass es früher nicht so viele Skill-Klassen gab. Damals gab es die ESL, LANs und den Profi-Bereich. Jetzt gibt es mehrere Skill-Bereiche, wo manche Spieler gleich glauben sie sind Profis, obwohl sie noch weit davon weg sind.

 

Denkst Du, dass aufgrund der Eigenheiten der deutschen Spieler, der Erfolg international ausbleibt?

Das könnte man so teils schon sagen. Wenn man zurückblickt auf 1.6-Zeiten, wo Deutschland im Nationen-Ranking lange Zeit auf Platz 1 war. Früher sind die Spieler viel mehr am Boden geblieben und verhielten sich professioneller als jetzt. Aber ein großer Punkt ist auch der, dass andere Nationen viel mehr eSport-Arbeit leisten.

 

Was müsste Deutschland konkret für Schritte unternehmen, um erfolgreicher im eSport zu sein?

Naja, erfolgreich ist ja Deutschland jetzt wieder, dank BIG und man hat schon viele Spieler und Organisationen die gute Arbeit leisten. Aber das Problem sind die Spieler, die nachkommen. Es kommen wenig Spieler nach, die gut ausgebildet werden oder charakterlich am Boden geblieben sind. Es müsste sich vielleicht mental ein paar Sachen ändern im deutschen Bereich, denn den Spielern müsste mehr klar werden wo sie stehen und sie müssten professioneller werden.

 

Nun gehen wir einmal ganz an den Anfang deiner eSport-Karriere. Welches Spiel, war dein ersten Spiel, welches du Online mit anderen gespielt hast?

Ich muss sagen ich kam sehr spät in das Online-Universum und das erst Spiel war Ghost Recon und dann eigentlich ca. 3 Monat später schon Counter-Strike 1.5,  wo ich sofort in einen Clan gekommen bin. Nach kurzer Zeit hatte ich mein erstes Ligaspiel auf de_aztec, wo ich nicht mal die Brücke gefunden hab.

 

Wie ging die  eSport-Karriere nach deinem ersten Clan weiter?

Eigentlich sehr Interessant, dass ich aus den ersten Clan schon nach kurzer Zeit rausgeworfen wurde, da ich angeblich zu gut war und immer zu viel wollte. Wodurch ich aber noch mehr Ansporn hatte, Counter-Strike weiter zu spielen und mich mit den Grundlagen zu beschäftigten. Spontan kam dann eine Anfrage rein, ob ich als Team-Leader mein eigenes Team leiten möchte. Ab da ging es für mich erst richtig los. Dann kam ESL und Ich hab mich ziemlich schnell mit den Feinheiten von Counter-Strike beschäftigt und den Taktiken und der IGL-Rolle, was früher die Team-Captain-Rolle war.

 

Wann und wie kam es zu deiner Entscheidung, nicht mehr als aktiver Spieler, sondern als Coach zu arbeiten

Der größter Punkt war eigentlich mein Internet, was sehr lange Zeit echt schlecht war, wodurch ich nicht auf einen guten Level spielen konnte. Ich wollte aber trotzdem auf dem Level weitermachen. Dann kam auch der Faktor Alter und Zeitaufwand dazu.

 

Nun einmal weg vom eSport. Für welche anderen Freizeitaktivitäten hast du eine Leidenschaft?

Momentan lege ich halt sehr viel Fokus auf die Umsetzung der Ausbildung, das ich die endlich anfangen kann. Aber ich bin momentan auch dabei körperlich fitter zu werden und mache regelmäßig Sport. Zum Sport kommt auch die Ernährung und Ich habe das Kochen für mich entdeckt. Aber ansonsten sind halt mein Hobbys Filme oder Kino, Essen gehen und einfach mal spontan mit meiner Freundin irgendwohin fahren. Ich bin ein leidenschaftlicher Autofahrer.

 

Da du ein leidenschaftlicher Autofahrer bist, welches ist dein absolutes Lieblings-Auto was du schon gefahren bist und welches Auto würdest Du gerne einmal fahren?

Mein Lieblingsauto ist mein Auto, da bin Ich auch sehr stolz darauf. Was ich gern mal machen würde, ist auf die Rennstrecke mit einem Rennauto über 300PS zu fahren.

 

Ich danke Dir für deine Zeit für dieses Interview und die letzten Worte gehören dir:

Ich sag auch Danke und freue mich auch schon sehr auf eine Zukunft bei teamKR und auf die Zusammenarbeit mit jedem bei teamKR.  Es wird sicher eine Interessante Zeit und Ich strebe danach, dass wir Erfolge einfahren.

Wir werde sicher geile spannende Matches der Community bieten können. Ich wünsche jedem da draußen: Spiel, Spass und Spannung in jedem 7 Game.

Erstellt von: DOUGALEXIS Veröffentlicht am: Feb. 7, 2021, 6 p.m.